Historie

Eine lange Geschichte & eine kurze Zeitreise
Die Burg Lede in Bonn-Vilich, dem ältesten rechtsrheinischen Stadtteil Bonns, ist ein wahres Juwel.

Loe_Wappen-bDie erste urkundliche Erwähnung geht auf das 12. Jahrhundert zurück. Der älteste heute noch erhaltenen Teil der Burg ist der Wohnturm.  Um 1360 wurde die Burganlage durch den Ritter Johann Schillinck erweitert. Im Jahr 1761 erwarb das Vilicher Stift die Anlage, die dann 1802 an den preußischen Staat fiel.
Ihre heutige Gestalt erhielt die Burg Anfang des letzten Jahrhunderts, als der pensionierte Direktor der Dillinger Hüttenwerke, Otto Weinlig, die Burg nach historisierendem Vorbild umbaute, Kutscherhaus und Scheune errichtete und den mehrere Hektar großen Park im englischen Stil von dem berühmten deutsch-baltischen Gartenarchitekten Baron Engelhardt anlegen ließ. Otto Weinlig begrüßt übrigens noch heute alle Gäste auf Burg Lede: als Teil des markanten Regenrohrs links von der Haustür. Er ist in bester Gesellschaft, denn gleich über der Türe befindet sich die Statue der heiligen Adelheidis, eine der drei Stadtpatrone Bonns.

Eugenie Gräfin Berghe von Trips war vom Charme der Burg Lede so bezaubert, dass sie  das historische Ensemble im Jahr 1928 erwarb. Nach dem Zweiten Weltkrieg diente die Burg den Engländern vorübergehend als Kommandoquartier für den Befehlshaber und späteren britischen Außenminister Lord Carrington. Schließlich erbte im Jahr 1987 Ferdinand Freiherr von Loë die Burg von seinem Großonkel Friedrich Graf Berghe von Trips, dem ältesten und kinderlos gebliebenen Sohn von Eugenie Gräfin Berghe von Trips.

Das Adelsgeschlecht derer von Loë ist katholisch-westfälischer Uradel und stammt aus dem 13. Jahrhundert. Das Wappen der Familie zeigt ein Fasseisen, ein altes Werkzeug zum Ausglätten von Weinfässern. Diese Familientradition hat Baron Loë wieder aufleben lassen und betreibt seit 1993 mit Passion und Erfolg seine Weinhandlung FvL.

Burg Lede hat in ihrer Geschichte glanzvolle Feste und berühmte Gäste erlebt. Es wäre indiskret, Namen zu nennen. Nur soviel sei verraten, die Rennfahrerlegende Wolfgang Graf Berghe von Trips, ein Großonkel des Burgherren, war ein gern gesehener Gast auf Burg Lede.