Burg Lede im Sommer

Burg Lede

Die Burg Lede im Bonner Ortsteil Vilich in Nordrhein-Westfalen war ursprünglich ein romanischer Wohnturm, aus dem sich im Laufe der Zeit eine gotische Wasserburg entwickelte. Sie ist als Bau- und Bodendenkmal ausgewiesen. Die frühesten urkundlichen Erwähnungen stammen aus dem 14. Jahrhundert.

Herzlich Willkommen

Lesung im Park der Burg Lede Sommer 2018

Aktuelles

Erfahren sie hier alles über aktuelle Events auf der Burg Lede

Adventliches Treiben auf Burg Lede

Sonntag, 8. Dezember 2019
12 - 18 Uhr

 
Der Verein der Freunde und Förderer der Burg Lede e.V. lädt zu einem adventlichen Treiben im Garten der kleinen wildromantischen Burg Lede.

Ein liebevoll gestaltetes Programm mit Musik, Tanz, Lesungen, Ponyreiten, wärmenden Feuern, süßen und herzhafte Leckereien sowie handwerklichen Stände sorgen für Besinnlichkeit jenseits von Weihnachtsstress und Großstadthektik.

Burg Lede Vorderseite

Verein der Freunde und Förderer der Burg Lede e.V.

Die Burg Lede ist ein kulturhistorisches Kleinod und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Attraktivität von Vilich, Bonn und dem Rheinland. Das Hauptziel des Vereins der Freunde und Förderer der Burg Lede e.V. ist der Erhalt der kulturhistorisch wertvollen Burganlage mit ihren Gebäuden und ihrem Park. 

Die Galerie Parrotta Contemporary Art in der Burg Lede

Parrotta Contemporary Art ist eine Galerie für zeitgenössische Kunst junger und bereits etablierter Künstler. 

Öffnungszeiten
Während der Ausstellungen
Fr. und Sa. 14 - 17 Uhr


Burg Lede, früher Schneckenburg in Bonn-Vilich

Am Ortsausgang von Bonn-Vilich liegt die auf das frühe 13. Jahrhundert zurückgehende Wasserburg Lede als typisches Beispiel einer rheinischen Niederungsburg. Noch heute erhalten sind Teile des ehemaligen romanischen Wohnturms mit Kuppelfenstern. Eine steinerne dreibogige Brücke führt auf das Burghaus zu, das ringsherum von einem Burggraben umgeben ist.

Im 14. Jahrhundert wurde sie Stammsitz des Ritters Johann Schilling von Vilich, der 1361 dem Kölner Erzbischof Wilhelm von Gennep Weingüter zu Ahrweiler im Gegenzug für dessen großzügige Unterstützung zum Unterhalt der Burg überließ. In dieser Zeit wurde der ursprünglich viereckige Bau, der frühere Wohnturm, zu einer dreiflügligen Anlage umgebaut, die bis ins 20. Jahrhundert zahlreiche Umbauten und Ergänzungen erfahren hat.

Im Bereich eines alten Rhein- bzw. Siegarmes in sumpfigem Gelände errichtet, das im Rheinland häufig die Bezeichnung „in der La(a)ch“ trägt, wird die Lage des Anwesens 1415 noch mit „unses huis in der Lach“ bezeichnet. Den heutigen Namen Burg Lede erhielt sie erst 1907. Im Niederdeutschen wird mit „Lehde“ eine Niederung oder ein Tal bezeichnet.

Im Truchsessischen Krieg (1583- 1588) und den Wirren des Dreißigjährigen Krieges wurde die Burg zerstört und blieb als Ruine zurück, die erst im 17. Jahrhundert durch ein integriertes Fachwerkhaus wieder bewohnbar gemacht wurde. 1716 erwarb der Stift Vilich den wiederaufgebauten Burgkomplex, der zeitweilig auch Schneckenburg genannt wurde, da sich im Park ein schneckenartig gewundenes Gartenhäusschen, ähnlich wie im Park von Schloss Augustusburg in Brühl, befunden haben soll.

Nach zahlreichen Besitzerwechseln übernahm 1904 der Direktor der Dillinger Hüttenwerke Otto Weinlig (1867-1932) die Schneckenburg, um sie unter der Leitung des Berliner Architekten Prof. W. Franz in historistischer Manier instand zu setzen und zu erweitern. Er verband die alten, mächtigen Natursteinmauern mit in Fachwerk ausgeführten neuen Bauteilen. Hinzu kam ein sog. Kutscherhaus an der Straße.


Otto Weinlig begrüßt übrigens noch heute alle Gäste auf Burg Lede: als Teil des markanten Regenrohrs links von der Haustür. Er ist in bester Gesellschaft, denn gleich über der Türe befindet sich die Statue der heiligen Adelheidis, eine der drei Stadtpatrone Bonns.